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Cevennes

Cevennes

Region mit Hochebenen und Schluchten in der Occitanie

Die 6 Reiseregionen entsprechen nicht den 13 Verwaltungsregionen.
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Die Cévennes sind der südöstlichste Teil des französischen Zentralmassivs. Karstgebirge mit engen, steilen Schluchten und Hochebenen prägen die Landschaft. Montagne und mediterrane Flora und Fauna gehen ineinander über. Der unberührte Süden Frankreichs, wo die wilde Natur Okzitaniens auf jahrtausendealte Kultur trifft, fasziniert das Département Lozère. Man entdeckt die einsamen Causses-Kalkplateaus und die tiefen Gorges, wandert durch die urwüchsigen Wälder der Cevennen.

Die Cevennen liegen, grob betrachtet, südlich einer Linie zwischen Mende und Montélimar, westlich des Rhonetals und östlich der Autobahn 75. Im nördlichen Teil (Département Lozère) ist das Klima vorwiegend atlantisch und feucht-kühl, südlich des Mont Aigoual (Départements Gard und Hérault) herrscht dagegen trocken-warmes Mittelmeerklima vor. Die grösseren Städte liegen alle am Rand der Cevennen: Mende, Millau und Alès. Die moderne Definition der Cevennen folgt nach Patrick Cabanel nicht vorwiegend geographischen oder geologischen Kriterien, sondern umfasst die durch den Protestantismus geprägten Gebiete. Als Indiz führt er an, dass das Département Ardèche, das nicht über diese Prägung verfügt, nicht den Cevennen zugerechnet wird, obwohl es zum selben Landschaftsraum gehört und die gleiche Wirtschaftsgeschichte hat.

Vor rund 350 Millionen Jahren entstanden das Zentralmassiv und damit die Cevennen durch eine Anhebung des Meeresbodens. Zuoberst lagert auf dem Granitsockel eine zum Teil heute immer noch mehrere Hundert Meter mächtige Schicht von Kalkstein (Kalzit) und Dolomit, aus dem die Hochebenen (Causses) bestehen. Flüsse wie Tarn, Gardon und Vis haben durch diese Ablagerungen vom Meeresgrund tiefe Schluchten in die Causses gegraben. Zwischen Granit und Kalkstein sind vielerorts Schichten von Festlands-Sedimentgestein (Schiefer und Sandstein) eingelagert, sowie örtlich von Steinkohle (Becken von Alès). Die höchsten Erhebungen sind ganz im Norden der Cevennen der Mont Lozère (1699 m) und weiter südlich der Mont Aigoual (1567 m). Sie bestehen aus Granit, die Sedimentschichten sind hier im Laufe von Jahrmillionen abgetragen worden. Entlang einer Verwerfung, die ungefähr (von Nordost nach Südwest) auf einer Linie zwischen Alès, Anduze, Ganges, dem Gebirgszug der Séranne und Lodève verläuft, fallen die Cevennen steil zum Rhonetal und zum Mittelmeer ab. Diese Bruchlinie entstand vor rund 40 Millionen Jahren und bildet heute den Südrand der Cevennen. Vulkanismus gab es hier nicht, anders als in den unmittelbar westlich (zwischen Cap d’Agde und Lodève) und nördlich (Auvergne) angrenzenden Landschaften.

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