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Madeira

Madeira

Die zwei Inseln des Madeira-Archipels

Madeira, eine autonome Region Portugal, ist eine Gruppe von 4 Inseln vor der Nordwestküste Afrikas. Sie ist besonders für den gleichnamigen Wein und das warme, subtropische Klima bekannt. Die Hauptinsel Madeira ist vulkanischen Ursprungs mit einer grünen, zerklüfteten Landschaft, hohen Steilfelsen, Steinstränden und Siedlungen im Delta des Fajã. Die Hauptstadt Funchal verfügt über einen botanischen Garten und ist für den Hafen bekannt.

Die gesamte Insel hat Mittel- bis Hochgebirgscharakter. Die Küste Madeiras fällt steil ins Meer ab. In der Mitte der Insel ragen die höchsten Gipfel empor. Der höchste Berg ist der Pico Ruivo mit 1862 m. Dieser bildet zusammen mit dem Pico do Arieiro, dem Pico das Torres und dem Pico Grande das Hochgebirge der Insel. Hier ist das Lavagestein sehr zerklüftet und zeigt interessante Felsformationen.

Im westlichen Teil der Insel liegt das Hochmoor Paul da Serra. Es handelt sich dabei um eine relativ ebene Hochfläche in einer Höhe von 1300 m bis 1500 m über dem Meer. Nördlich der Hochfläche schliesst sich mit dem Tal des Ribeira da Janela das tief eingeschnittene Tal des mit 12 km längsten Flusses der Insel an.

Madeira, die „Blumeninsel“, ist etwa 600 km vor der Küste Marokkos gelegen. Die Insel erstreckt sich über 741 km² und ist geprägt von einer dramatischen, zerklüfteten Bergwelt aus Basalt und Vulkangestein.

Ihr höchster Gipfel, der Pico Ruivo (1.862 m), ist Teil eines zentralen Bergmassivs, das die Insel in Nord und Süd teilt. Im Norden dominieren dichte Lorbeerwälder (Laurisilva), ein UNESCO-Weltnaturerbe, während der Süden trockener und sonniger ist. Einzigartig sind die Levadas, ein über 2.150 km langes Netz künstlicher Bewässerungskanäle, ursprünglich angelegt für die Landwirtschaft. Heute dienen diese schmalen Pfade entlang der Levadas als ideale Wanderwege, die durch atemberaubende Landschaften führen.

Die Insel hat ein subtropisches Klima mit milden Temperaturen das ganze Jahr – ideal für Wanderer. Der Nebelwald im Inneren, besonders im Gebiet um Paul da Serra und Fanal, wirkt mystisch und fast urzeitlich.

Der Pico do Arieiro (1.818 m), dritthöchster Gipfel, ist ein beliebter Startpunkt für Wanderungen und bietet Panoramablicke. Vom Gipfel aus führt der PR1 über schmale Pfade und durch Tunnel zum Pico Ruivo, der höchsten Erhebung. Die Halbinsel Ponta de São Lourenço im Osten ist karg und felsig, mit roten Vulkanformationen und Blick auf das offene Meer. Hier verläuft der PR8, ein ausgesetzter Küstenweg mit spektakulären Ausblicken auf Steilklippen.

Im Westen liegt das Naturreservat Paul da Serra, eine Hochfläche mit weiten Wiesen und seltener Flora. Der Vereiro do Fanal im Nordwesten ist ein berühmter „Feenwald“ mit uralten, moosbedeckten Lorbeerbäumen. Die Levada das 25 Fontes (PR6) führt zu einem Wasserfall, umgeben von grünem Dschungel und 25 kleinen Quellen.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Levada do Caldeirão Verde (PR9), die zu einem smaragdgrünen Teich inmitten des Waldes führt. Der Cabo Girão im Süden ist mit 580 m Höhe eine der höchsten Steilklippen Europas und beherbergt einen gläsernen Skywalk.

In Funchal, der Hauptstadt, verschmelzen koloniale Architektur, exotische Gärten und Hafenflair.
Der Jardim Botânico und der Monte-Palast-Garten laden zum Spazieren ein.

Wanderer erreichen das Bergdorf Monte mit der berühmten Seilbahn oder zu Fuss über die Levada dos Tornos. Der Barranco das Lombo bietet eine spektakuläre Schluchtentour mit Wasserläufen und grünem Bewuchs. Die Insel ist durch ein dichtes Netz an offiziellen Wanderwegen (PR = Pequena Rota, GR = Grande Rota) erschlossen. PR-Wege sind meist Tagesrouten unter 30 km, GR-Wege über 30 km und für mehrere Tage angelegt. Die Wege sind farblich markiert: gelb-rot für PRweiß-rot für GR. Trotz der Schönheit sind viele Routen anspruchsvoll – feste Schuhe, Regenjacke und Taschenlampe sind unverzichtbar. Das Wetter kann sich schnell ändern, besonders in Höhenlagen.
Tunnel entlang der Levadas sind oft feucht und dunkel.

Trotzdem ist Madeira ein Paradies für Wanderer, die Natur, Abenteuer und Kultur verbinden wollen. Die Insel ist UNESCO-Biosphärenreservat und bietet eine einzigartige Biodiversität. Für jeden Anspruch – von der Familienwanderung bis zum Gipfelabenteuer – gibt es die passende Route.

  • Fläche: 701 km²
  • Länge: 50 km
  • Breite: 17 km
  • Höchste Erhebung: Monte Toro, 357 m
  • Hauptort: Maó

Wanderungen und Aussichtspunkte

Die PR1 – Vereda do Pico do Areeiro startet am Parkplatz Pico do Areeiro (1.818 m) und führt über den Pico das Torres zum Pico Ruivo (1.862 m).
Die 7 km lange Tour hat mittlere Schwierigkeit und dauert etwa 3,5 Stunden.
Vom Pico Ruivo führt der PR1.1 – Vereda da Ilha nach Ilha (490 m), ein 8,2 km langer Abstieg durch Lorbeerwald.
Der PR1.2 – Vereda do Pico Ruivo beginnt in Achada do Teixeira und führt in 2,8 km zum Gipfel.
Der PR1.3 – Vereda da Encumeada verbindet den Pico Ruivo mit dem Mirador Encumeada (1.009 m), 11,2 km lang.
PR6 – Levada das 25 Fontes
startet am 
Rabaçal (1.288 m) und endet am Wasserfall 25 Fontes (964 m), 4,3 km einfach.

PR6.1 – Levada do Risco
führt vom 
Rabaçal zum gleichnamigen Wasserfall, ebenfalls etwa 4 km.

PR9 – Levada do Caldeirão Verde
startet im 
Naturpark Queimadas (875 m) und führt zum Caldeirão Verde (680 m), 5,8 km.

PR10 – Levada do Furado
verläuft von 
Ribeiro Frio (750 m) nach Portela (670 m), 6,5 km durch Lorbeerwald.

PR11 – Vereda dos Balcõe
beginnt in Ribeiro Frio und führt zum gleichnamigen Aussichtspunkt mit Blick auf Funchal, 2,5 km.

PR13 – Vereda do Fanal
startet in 
Paul da Serra und führt über Assobiadores nach Fanal, 11,5 km durch Nebelwald.

PR2 – Vereda do Urzal
verbindet 
Curral das Freiras mit Boaventura, 10,5 km mit spektakulärem Abstieg.

Der PR8 – Ponta de São Lourenço startet am Mirador Baía d’Abra und endet am Cais do Sardinha, 6,1 km hin und zurück.

PR4 – Levada do Barreiro
führt von 
Poço da Neve nach Casa do Barreiro, 7 km durch dichten Wald.

PR5 – Vereda das Funduras
verläuft von 
Portela nach Maroços, 5,5 km durch das Herz der Insel.

PR7 – Levada do Moinho
startet in 
Ribeira da Cruz und endet in Lamaceiros, 9 km entlang eines Wasserlaufs.

PR14 – Levada dos Cedros
führt von 
Fanal nach Curral Falso, 6 km durch ursprünglichen Wald.

PR15 – Vereda da Ribeira da Janell
verläuft von Curral Falso nach Ribeira da Janela, 8 km an der Nordküste.

GR131 ist eine Langstreckenroute von Porto Moniz nach São Vicente, etwa 15 km.

Der Mirador Pico do Areeiro ist der höchste Aussichts- und Ausgangspunkt vieler Wanderungen.
Der Mirador Balcões bietet einen tiefen Blick ins Tal von Funchal.
Der Mirador Cabo Girão ist mit 580 m die höchste Steilklippe Europas, erreichbar per Auto oder Bus.
Der Skywalk am Cabo Girão ermöglicht einen direkten Blick in die Tiefe.
Der Mirador das Queimadas liegt an der Strasse zum Pico do Areeiro, mit Blick auf das zentrale Massiv.
Der Mirador do Paul do Mar bietet einen weiten Blick auf die Westküste.
Der Mirador do Fio liegt an der Küstenstraße zwischen Paul do Mar und Ponta do Pargo.
Der Mirador do Porto Moniz zeigt die natürlichen Lava-Pools.
Der Mirador do Norte bietet Blick auf die Nordküste von São Vicente.
Der Mirador da Ribeira Brava zeigt die Stadt und die umliegenden Berge.
Der Mirador da Achada das Cruzes liegt an der Strasse nach Santana.
Der Mirador do Morro Alto bietet Blick auf Funchal und die Bucht.
Der Mirador do Pico da Cruz ist ein Aussichtspunkt bei Santana.
Der Mirador do Pico do Facho liegt bei Câmara de Lobos.
Der Mirador do Lugar de Baixo bietet Blick auf die Küste bei Ribeira Brava.
Der Mirador do Caniçal zeigt die Ostküste und den Hafen.
Der Mirador do Porto da Cruz bietet Blick auf die Zuckerrohrterrassen.
Der Mirador do Faial liegt an der Küstenstrasse von Santana nach Porto da Cruz.
Der Mirador do Curral das Freiras ist ein beliebter Fotospot im „Nonnental“.
Der Mirador do Arco da Calheta zeigt die Bucht von Calheta.
Der Mirador do Paul da Serra bietet Panorama über die Hochfläche.
Der Mirador do Fanal liegt im gleichnamigen Dorf im Nebelwald.
Der Mirador do Rabaçal ist Ausgangspunkt für die Levada-Touren.
Der Mirador do Poiso bietet Blick auf Funchal von oben.
Der Mirador do Jardim do Lugar liegt bei Machico.
Der Mirador do Pico do Facho bei Machico zeigt die Ostküste.
Der Mirador do Lombo do Mouro liegt an der Straße nach Encumeada.
Der Mirador do Pico do Brejo bietet Blick auf den Süden.
Der Mirador do Pico do Cedro liegt im Nordwesten.
Der Mirador do Pico do Gato ist ein versteckter Punkt im Osten.
Der Mirador do Pico do Furado liegt an der Ponta de São Lourenço.
Der Mirador do Pico do Carneiro bietet Blick auf die Nordküste.

Menorca liegt östlich von Mallorca und ist die zweitgrösste Insel der Balearen, wirkt aber deutlich ursprünglicher. Als UNESCO-Biosphärenreservat schützt sie ihre Natur, Küsten und traditionellen Nutzlandschaften konsequent.

Zentrale Orte sind Maó (Mahón) mit Europas zweitgrösstem Naturhafen und Ciutadella mit historischer Altstadt. Beide Städte erreicht man bequem per Mietwagen oder Bus, innerhalb der Altstädte erkundet man alles zu Fuss.

Zu den bekanntesten Stränden zählen Cala Mitjana und Cala Mitjaneta, erreichbar von Cala Galdana aus zu Fuss in 20 min. Die abgelegene Cala Turqueta erreicht man per Auto oder Fahrrad bis zum Parkplatz und anschliessend zu Fuss in 15 min.

Die wilde Cala Pregonda im Norden ist von Fornells aus mit Auto plus kurzem Fussweg erreichbar. Ein absolutes Highlight ist der Camí de Cavalls, ein historischer Rundweg (185 km) für Wanderer, Radfahrer und Reiter. Er ist offiziell ausgeschildert und in Etappen unterteilt, etwa von Es Grau nach Cala Morell oder von Fornells nach Tirant.

Der Naturpark Parc Natural de s’Albufera des Grau bei Es Grau bietet einfache Wanderwege direkt vom Dorf aus. Prähistorische Stätten wie Torre d’en Galmés bei Alaior erreicht man bequem mit dem Auto oder per Fahrrad auf Nebenstrassen. Leuchttürme wie Punta Nati im Nordwesten sind spektakuläre Aussichtspunkte, erreichbar per Auto oder Gravelbike.

Der Monte Toro, Menorcas höchste Erhebung, liegt zentral und ist per Auto, Fahrrad oder kurzer Wanderung erreichbar.

Für Radfahrer ist Menorca ideal, da es wenig Verkehr und gut asphaltierte Nebenstrassen gibt. Wanderer profitieren von kurzen Distanzen und gut markierten Wegen ab Küstendörfern. Kajak- und Bootstouren starten oft in Es Grau, Fornells oder Cala en Porter.

Kulinarische Stopps wie Käsefincas oder Gin-Destillerien sind meist per Auto erreichbar. Abends lohnt sich ein Spaziergang durch Ciutadella oder der Hafen von Cales Fonts in Es Castell.

Menorca eignet sich hervorragend für individuelles Reisen ohne Zeitdruck.
Die Insel verbindet Natur, Kultur und Bewegung auf besonders harmonische Weise.

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