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São Nicolau

São Nicolau

Im Norden, gebirgig, Natur pur, eher ruhig, noch nicht touristisch

São Nicolau

São Nicolau ist eine der gebirgigen Kapverdischen Inseln im Norden des Archipels mit einer Fläche von 388 km². Sie gehört zur Inselgruppe Ilhas de Barlavento.

São Nicolau liegt im Norden des Archipels zwischen den Inseln São Vicente und Sal auf einem gemeinsamen Tiefseesockel mit den unbewohnten Inseln Santa Luzia, Raso und Branco und der Insel São Vicente. Es entsteht so ein vergleichsweise flaches und fischreiches Meeresbecken zwischen den genannten Inseln auf der ansonsten recht tiefen (5300 m) Kapverdischen Meeresschwelle.

Höchste Erhebung ist der Monte Gordo (1312 m), ein jüngerer ebenmässiger Vulkankegel mit runder Kuppe. Das gebirgige Zentrum der Insel empfängt unregelmäßig Niederschläge, während die niedrigen Küstenregionen und ausgreifenden Halbinseln wüstenartig trocken sind. Nur in Fajã kann dank eines Süsswasserstollens in nennenswertem Umfang Bewässerungs-Landwirtschaft betrieben werden.

Die Distrikt-Stadt Vila da Ribeira Brava wird inzwischen in Einwohnerzahl und wirtschaftlicher Bedeutung von der im Süden gelegenen Hafen- und Fischerstadt Tarrafal de São Nicolau überholt.

Die Insel gehört zur Nordgruppe der Kapverdischen Inseln, den Ilhas de Barlavento. Als wichtigster Ort und damit inoffizielle Hauptstadt gilt Ribeira Brava. Administrativ ist São Nicolau in zwei Kreise (Concelhos) mit zusammen drei Gemeinden (Freguesia) gegliedert, mit Nossa Senhora da Lapa, Nossa Senhora do Rosário und São Francisco.

  • Fläche: 388 km²
  • Länge: 50 km
  • Breite: 20 km
  • Höchste Erhebung: Monte Gordo 1’312 m
  • Hauptstadt: Ribeira Brava
  • Parque Natural do Monte Gordo: Naturpark rund um den Monte Gordo, dem höchsten Berg der Insel (1300 m). Spektakuläre Wanderwege durch Wälder mit Eukalyptusbäumen und seltenen Pflanzenarten. Mit atemberaubender Panoramaaussicht vom Gipfel.
  • Carbeirinho: Diese beeindruckende Felsformation an der Küste nahe Praia Branca ist ein Muss für Fotografen. Eine bizarre, ockerfarbene Felsenlandschaft, geformt durch das Meer.
  • Baixo Rocha Beach: Ein malerischer Strand mit weissem Sand und faszinierenden Felsformationen. Das Schwimmen ist dort manchmal aufgrund der Strömungen nicht erlaubt.
  • Ribeira Prata und Fajã-Tal: Das Ribeira Prata (Silberbach) Tal ist bekannt für seine üppige, grüne Vegetation, landwirtschaftlichen Flächen und die «Rotxa Skribida» (beschriebener Fels). Im Fajã-Tal findet man seltene Drachenbäume, das Symbol der Insel.
  • Juncalinho (Lagoa Natural Pool): Eine natürliche, in die Felsen geformte Badestelle an der Nordostküste, die bei Ebbe zum Entspannen einlädt. 
  • Ribeira Brava: Farbenfrohe und ruhige Hauptstadt, im Inneren der Insel erbaut, um sie vor Piratenangriffen zu schützen. Koloniale Architektur prägt ist sie das religiöse Zentrum der Insel. Der jährliche Karneval ist ein Highlight.
  • Tarrafal de São Nicolau: Ein historisches Dorf, das für den ehemaligen Konzentrationslager-Komplex bekannt ist (Museu da Pesca). Mit Stränden mit heilendem, titanreichem Sand.

Dörfer

Ribeira Brava
gilt als Hauptort der Insel

Tarrafal
an Westküste ist inzwischen grösser als Ribeira Brava

Ausflugsziele:
Carriçal, äusserster Osten
Cachaço, Central
Preguiça, Flughafen
Ribeira da Prata
Estãncia de Brás

    Strände

    • Praia da Luz (Tarrafal): Dies ist der bekannteste und einer der wenigen gut zum Baden geeigneten Strände der Insel. Er befindet sich in Tarrafal de São Nicolau an der Westküste. Der Strand zeichnet sich durch seinen weiten, schwarzen Sand aus und ist aufgrund der geschützten Bucht relativ sicher zum Schwimmen. In der Nähe gibt es Bars und Restaurants.
    • Praia de São Francisco: Dieser Strand wird für sein angenehm warmes Wasser und seinen langen Sandstrand erwähnt. Er ist ein besonderer Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen.
    • Baía de São Jorge: Diese Bucht im Norden der Insel ist landschaftlich sehr reizvoll, aber nicht unbedingt ein klassischer Badestrand. Hier findet man bizar geformte Steinfindlinge und Sandrosen, und je nach Wasserstand kann man die Gischt aus einem natürlichen Loch spritzen sehen.
    • Praia de Botes de Rocha: Dieser Strand wird als ein verstecktes Badeparadies und der «schönste Badestrand» der Insel beschrieben, der etwas abgeschieden liegt. Er soll als einziger Strand der Insel hellen Sand haben und klares, transparentes Wasser bieten, was ihn zu einem Insider-Tipp macht.
    • Praia do Juncalinho: Im Osten der Insel, in der Nähe des Dorfes Juncalinho, gibt es einen Strand, der in einen Wanderweg integriert ist, aber die Gegend dort ist eher felsig und wilder.

    Berge, Gebirge, Erhöhungen

    Monte Gordo, 1312m, Central
    ab Cachaço (700m) mit Sammeltaxi zu erreichen

    Topo Simão, 651m, im Osten
    Beliebte Wanderroute ab
    Juncalinho
    ist Teil des «Juncalinho Trails»

    Monte Bissau, 615m,
    südwestlich von Belém

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