Copiapó ist die Landeshauptstadt der Atacama Region, im kleinen Norden von Chile. Mit 162.000 Einwohnern liegt die Stadt etwa 70 Kilometer im landesinneren im fruchtbaren Copiapo-Tal und ist zugleich das Zentrum eines wichtigen Bergbauzentrums in Südamerika: Kupfer, Silber, Gold und Eisen sind die wichtigsten Rohstoffe die hier gefördert werden.
Die Geschichte von Copiapo reicht auf vorspanische Zeit zurück, das Copiapo Tal war recht lange von Vor-Spanischen Kulturen bevölkert. Um 1832 wurden große Silberlagerstätten entdeckt und erschlossen, um 1870 war Copiapó eines der größten Silberproduzenten in Südamerika. Gleichzeitig mit dem Kupfer und Goldbergbau zog ein beachtlicher Wohlstand in die kleine Wüstenstadt ein. Die schnelle industrielle Entwicklung spiegelte sich auch im technischen Fortschritt wieder: Die Erste Eisenbahn fuhr von Caldera nach Copiapó, Tiefseekabel, Bergbauakademie, Straßenbeleuchtung sowie eine Vielzahl von Errungenschaften gelangten schnell nach Copiapo. Um 1900 kam der Silberbergbau zum erliegen, auch der Kupferbergbau wurde stark reduziert. Erst in den fünfziger Jahren erholte sich letzterer und bis heute stellt dieser eine der Haupteinamequelle der Region und des Landes.
Heute ist Copiapó eine Kleinstadt, durchaus erkennt man noch die reiche Geschichte, aber noch immer hält sich in einigen Straßen eine Atmosphäre der Fünfziger Jahre.
Es gibt in Copiapó für jeden Geldbeutel Übernachtungsmöglichkeiten: Vom günstigen Residential bis zum exklusiven Hotel. Auch Restaurants aller Preisklassen sind überall anzutreffen. Museen, Cafés, die Plaza und viele weitere Orte laden zur Besichtigung ein. Auch kann Copiapó als Ausgangspunkt für viele Anden-touren ausgewählt werden.
Also warum Copiapó?:
Copiapó ist seit jeher eine Stadt in der produziert wird: Früher Silber, heute Kupfer Gold und Weintrauben. Copiapó ist vielleicht nicht schön – aber bestimmt interessant, Copiapó ist authentisch. Die Straßen der Stadt wuchsen mit dem Bergbau. Leider ist die wirtschaftliche Entwicklung im Bergbau nie gradlinig – dies kann sehr anschaulich im Innenstadtbereich von Copiapó beobachtet werden. Vor vielleicht 150 Jahren erbaute Häuser der nobelsten Art stehen heute vor dem Verfall – wenn sie nicht aus Denkmalschutzgründen restauriert werden.
In Copiapó kann noch in eine Epoche zurückgeblickt werden, die leider kaum noch in anderen Orten authentisch beobachtet werden kann. Es lohnt sich, mit offenen Augen, die Nebenstraßen im Innenstadtbereich zu erwandern und die verschiedenen Phasen der Stadtentwicklung zu erschließen. Die ehemals glanzvollen Gebäude der reichen Bürger der «Tres Puntas» oder «Chañarcillo» – Zeit (1840- 1890). Die Gebäude im Jugendstil und Bauhaus Stil der Zeit von 1920 bis 1950. Auch die (aus heutiger Sicht – wie in aller Welt) Bausünden der sechziger und siebziger Jahre stellen einen Teil der Entwicklung dar.











































