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Menorca

Torralba d’en Salord

Ausgrabungsstätte im Südosten bei Alaior

Torralba d‘en Salort, in der Gemeinde Alaior, ist eine der schönsten und am besten erhaltenen prähistorischen Siedlungen Menorcas. Sie ist auch eine der größten und vollständigsten. Sie besteht aus zwei Talayots, einer spektakulären Taula (einem T-förmigen Monument), einem einzigartigen Hypostylos, mehreren prähistorischen Häusern, einer Zyklopenmauer, unterirdischen Silos und Hypogäen sowie einem mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Gebäude. Der gesamte Komplex wurde 1990 von der Stiftung Fundació Illes Balears erworben, die diesen seitdem verwaltet und den Besuch der Siedlung fördert. Diese herausragende archäologische Stätte wurde als „Stätte von kulturellem Interesse“ (BIC) eingestuft und ist Teil des Talayotischen Menorcas, was sich auf der Vorschlagsliste für zukünftige Nominierungen zur Aufnahme in die UNESCO-Liste des Welterbes befindet.

Prähistorisches Dorf, dessen Ursprung auf die prätalayotische Periode der Naviformes oder Navetas zurückgeht (1700 – 1400 v. Chr.), und von dem die Fundamente einer runden Behausung erhalten sind. Zu erwähnen sind zwei Talaiots, ein Taula-Bereich, ein Hypostylos-Saal, einige in den Untergrund gegrabene Höhlen und andere Überreste, die zu den Wohnbauten gehörten.

Die Taula und der umgebende Bereich gehören zu den schönsten und monumentalsten der Insel. Es handelt sich um eine Kultstätte, deren Beginn im 4. bis 3. v. Chr. Jahrhundert angesetzt ist, und die bis ins 2. Jahrhundert n. Chr. genutzt wurde. Der Grundriss ist hufeisenförmig, und es gibt verschiedenartige Innenräume. Die Taula, das eigentliche T, das aus zwei enormen, wunderbar bearbeiteten Steinblöcken besteht, einer vertikal und der andere horizontal, ist fast vier Meter hoch. Während der Grabungsarbeiten stiess man auf Reste einer Feuerstelle, einer Mahlzeit mit Lämmern und kleinen Ziegen, auf Amphoren für Wein. Auch fand man Hinweise auf Rituale wie einen Altar, eine Darstellung der punischen Gottheit Tanit in Terrakotta, eine bronzene Stierfigur und ebenfalls bronzene Hufe einer Pferdefigur. Diese Fundstücke sind im Museum von Menorca ausgestellt. Es sind die Elemente, die am meisten für die Idee sprechen, dass der Taula-Bereich eine Kultstätte war. Das Dorf hatte seine Hochblüte während der Zeit der wirtschaftlichen Ausdehnung der Karthager, etwa im 1. Jahrhundert v. Chr.

Die talayotische Kultur (1200 bis 123 v. Chr.) prägt Menorcas Landschaft

mit über 1’500 prähistorischen Monumenten. Die bemerkenswertesten Siedlungen und Bauten – darunter Siedlungen, Turmbauten (Talayots) und T-förmige Kultstätten (Taulas) – wurden von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Die wichtigsten und am besten erhaltenen Stätten im Detail:

  • Torre d’en Galmés: Die grösste Siedlung der Insel (60’000 m²) liegt im Süden Menorcas. Sie bietet die besterhaltenen Rundhäuser der Balearen, drei grosse Talayots und ein eigenes Interpretationszentrum. [1, 2, 3, 4]
  • Trepucó: Befindet sich in der Nähe von Mahón. Diese Stätte beherbergt einen der grössten Talayots und die höchste erhaltene Taula (fast 5 m) der Insel. [1]
  • Talatí de Dalt: Liegt ebenfalls zentral nahe der Hauptstrasse nach Mahón. Sie ist für ihr einzigartiges Taula-Heiligtum bekannt, bei dem sich der obere Stein durch einen historischen Zufall an eine Säule lehnt. [1]
  • Torralba d’en Salort: Zwischen Alaior und Mahón gelegen, verfügt sie über eine der am besten erhaltenen Taula-Einfriedungen und einen beeindruckenden grossen Talayot. [1]

Typische prähistorische Bauten
  • Talayots: Massive, meist turmartige Rundbauten, die vermutlich als Wachtürme, Statussymbole oder Versammlungsorte dienten.
  • Taulas: Einzigartige, monumentale, T-förmige Steinkonstruktionen, die das Zentrum ritueller Handlungen und Heiligtümer bildeten.
  • Naveta des Tudons: Nördlich von Ciutadella. Ein herausragendes, schiffsförmiges Kollektivgrab, das älteste intakte Gebäude Europas.

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