10 km östlich von Ribeira Grande befindet sich der Bezirk Paúl. Der Hauptort Cidade das Pombas liegt an einer geschützten Bucht im Nordosten von Santo Antão. Pastellfarben gestrichene Häuschen säumen die Uferpromenade, dahinter liegen Zuckerrohrfelder und Kokospalmen – man fühlt sich an Cuba erinnert. Auch die kleine Kirche und das blaue Rathaus machen Cidade das Pombas zu einem verträumten Ort.
Von Cidade das Pombas aus zieht sich die Ribeira do Paúl bis zum Cova Krater hoch. Das Paúl-Tal ist eines der grünsten und schönsten Täler der Kapverden und darf bei einem Besuch der Insel nicht fehlen. Üppige Vegetation, spektakuläre Feldwände und Bergspitzen und Landwirtschaft, die durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem möglich ist …
Um Ribeira do Paul zu erreichen, muss man zunächst nach Santo Antão reisen. Von Porto Novo, der Hauptstadt der Insel, aus nimmt man ein Auto oder Taxi, um das Tal zu erreichen. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten und führt durch kurvenreiche Strassen, die spektakuläre Ausblicke auf die zerklüftete Landschaft bieten. Man kann Ribeira do Paul auch mit dem Bus oder einer privaten Tour erreichen, wobei lokale Führer Fahrten anbieten, die Transport zum und vom Tal beinhalten. Beim Wandern gibt es mehrere Routen, die von nahegelegenen Dörfern ausgehen und so ein intensiveres Erlebnis der Schönheit des Tals ermöglichen.
Keineswegs verpassen sollte man eine Einkehr in der Bar O Curral im Vale de Paúl. Das komplett vegetarische Restaurant bietet eine Vielzahl von lokalen Gerichten, Fruchtsäften, Likören und Käsespezialitäten. Wer hier vom Wandern genug hat, nimmt sich ein Taxi hinaus nach Vila das Pombas.
Das ganze Tal ist ein Teil einer Insel-Durchquerung von Nord nach Süd, von Ribeira Grande nach Porto Novo. Es ist eine Länge von 15 bis 20 km Luftlinie. Es gibt immer wieder Einstiegsmöglichkeiten oder auch Querungen z.B. auf den Pico da Cruz.
Von Ribeira Grande an der Nordküste geht der eine Weg durch das Paul-Tal zuerst ostwärts die Küste entlang, ca. 3 km und dann den steilen Weg zum höchsten Punkt, dem Cova-Krater. Immer durch enorm üppige Landschaften. Die ein anderes Klima haben soll als an der Küste.
Der andere Weg geht von Ribeira Grande direkt hinauf, wo man auch den Delgadinho begehen muss. Das ist eine schmale Strasse aus Kopfpflaster. Kommt dann an Corda vorbei, wo es Einkaufs- und Einkehr-Möglichkeiten gibt. Und schliesslich zum Kraterrand. Im Krater selbst wird aber Landwirtschaft betrieben, also kein schwarzes Loch. Dort gibt es auch einen Parkplatz von der anderen Seite her. Den Kraterrand (ca. 1km Durchmesser) zu umrunden ist auch beliebt. Hier kann man entweder nach Osten zum Pico da Cruz, nach Süden Richtung Porto Novo hinab oder auf dem jeweils anderen Weg hinab.






































































