Der Küstenweg zwischen Chã de Igreja, Cruzinha und Ponta do Sol, in Santo Antão bietet dramatische vulkanische Landschaften und führt durch Dörfer wie Formiginhas und Fontainhas, mit begrenzten Transportmöglichkeiten nach 16:00 Uhr.
Strecke: Der Weg verbindet Chã de Igreja mit Ponta do Sol und führt durch Cruzinha, meist mit steilen Hängen.
Schwierigkeit: Gilt als mässig, dauert etwa 3 Stunden 3 Minuten bis Cruzinha und länger bis Ponta do Sol.
Sehenswürdigkeiten: Fahren Sie durch Formiginhas, Corvo und Fontainhas mit spektakulären Ausblicken auf die Schluchten und das Meer.
Tipps: Es wird empfohlen, die Transportmöglichkeiten im Voraus zu prüfen, da der Transport am späten Nachmittag knapp ist.
Cruzinha auf Santo Antão ist ein malerisches Fischerdorf, bekannt für seine dramatische Steilküste und als Endpunkt der spektakulären Küstenwanderung von Ponta do Sol. Besucher erleben dort unberührte Natur, raue Atlantiklandschaften und authentisches kapverdisches Leben. Highlights sind der schwarze Sandstrand Praia das Aranhas und die Wanderung über Fontainhas.
Die Wanderung von Ponta do Sol nach Cruzinha gilt als eine der schönsten der Kapverden, mit Wegen entlang steiler Klippen und tiefer Schluchten. Ein beliebter Weiterweg führt von Cruzinha in das charmante Dorf Chã de Igreja, wie auf Actour Cabo Verde und Alpin.de beschrieben wird. Cruzinha bietet atemberaubende Ausblicke auf das Meer und Vulkangestein. Das Dorf ist ein ruhiger Rückzugsort im Gegensatz zu den geschäftigeren Orten der Insel.
Start in Ponta do Sol. Eine spektakuläre Küstenwanderung, die uns zunächst über eine kleine gepflasterte Strasse zum farbenfrohen Dorf Fontainhas führt.
Im Dorf endet die Strasse und wir nehmen den gepflasterten Balkonweg mit Blick auf den Ozean bis zu den Weilern von Corvo.
Wir folgen weiter dem Balkonweg bis nach Forminguinhas, wo Meer und Berge aufeinander treffen.
Wir folgen dem Weg, der in die Basaltwände und die Asche gehauen ist, der den Ozean überragt und dann zu einem kleinen schwarzen Sandstrand führt. Wir folgen weiter dem gepflasterten Weg und erreichen, nachdem wir zahlreiche Ribeiras überquert und den letzten Kilometer vor dem Dorf auf einem breiten Feldweg zurückgelegt haben, das Dorf Cruzinha, ein Fischerdorf am Ende der Welt.
Von Cruzinha aus folgen wir noch ein Stück dem Küstenweg und finden dann wieder die Ruhe der Täler, indem wir links in das Tal von Garça einbiegen.
Wir folgen weiter der Ribeira da Garça und gelangen so zu dem abgelegenen Dorf Chã de Igreja, das sich über einer Schlucht schmiegt und mit seinem kleinen Platz, seiner weissen Kirche und seinen Kokospalmen bezaubert.
Wegpunkte
S: km 0 – alt. 21 m – Ponta Do Sol
1: km 3.43 – alt. 139 m – Fontaihas
2: km 4.93 – alt. 98 m – Corvo
3: km 6.25 – alt. 81 m – Forminguinhas
4: km 12.76 – alt. 24 m – Cruzinha
5: km 14.2 – alt. 42 m – Garça-Tal
Z: km 15.29 – alt. 116 m – Chã de Igreja
Verpflegungsmöglichkeiten vor Ort in Fontainhas, Corvo, Cruzinha, Chã de Igreja. Achtung: Kaufen Sie nurversiegelteWasserflaschen, trinken Sie niemals Wasser aus der Region, auch wenn es aufbereitet ist. Übernachtungsmöglichkeiten in Cruzinha (Herberge) und Chã de Igreja (bei Einheimischen). Ausrüstung für eine Tageswanderung erforderlich. Achtung: Das Wandern auf gepflasterten Wegen ist recht anstrengend und erfordert gut erhaltene, hochwertige Schuhe und Socken!
Die Wanderung von Ponta del Sol nach Chã de Igreja gilt als die zweite klassische Tour von Santo Antão. Der toll konstruierte Caminho führt direkt an der Steilküste entlang und passiert dabei das Bilderbuch-Dörfchen Fontainhas – mit seinen bunten Häusern wahrscheinlich eines der am meisten fotografierten Motive der Insel. Außerdem ist die Tour trotz der häufigen Auf- und Abstiege nicht zu anstrengend – eine echte Genusswanderung also!Der Einstieg zum Weg ist mal wieder etwas versteckt und befindet sich direkt am westlichen Stadtrand von Ponta del So
l. Zunächst geht es wie am Vortag noch auf einer Straße entlang, die aber ziemlich schmal ist. Nach knapp 1,5 Kilometer kommst du zu einem Aussichtspunkt, der einen schönen Blick zurück bietet. Von hier aus ist es dann nicht mehr weit bis zur ersten Hauptattraktion, dem Dorf Fontainhas.
Das von Terrassenfeldern umgebene Dörfchen sitzt wie ein Adlernest auf einem Felsvorsprung über dem steilen Canyon des Ribeira das Fontainhas und besteht aus vielleicht zwei Dutzend bunten Häusern. Der erste Blick, wenn du um die Kurve kommst, und das Dorf vor dir siehst, ist umwerfend. Mich hat es ein bisschen an eine Art tropische Miniatur-Version derCinque-Terre-Dörfererinnert, nur ohne die Menschenmassen.
Bis zum Zentrum des Dorfs sind es noch ein paar Kehren herunter. Einen richtigen Mittelpunkt gibt es in der winzigen Siedlung nicht, nur ein paar schmale Gassen. Dafür kannst du dich aber an der kleinen Bar Marilu mit frischem Papaya-Saft stärken. Anschließend ignorieren wir den steilen Weg in die Berge und laufen entspannt weiter an der Küste.
Hinter Fontainhas hört die Straße auf und wird zu einem schmalen Wanderweg, der direkt an der Küste entlangführt. Immer mit dem Tosen der Wellen Ohr geht es noch ein Stück bis zum nächsten Ort Corvo, der sogar noch kleiner ist. Beim Abstieg zu dem Dorf passieren wir einen Kreuzweg, auf dem in 14 Stationen die Leiden Jesu dargestellt werden. Da es immer schön nach unten geht, halten sich unsere persönlichen Leiden in Grenzen.
Hinter Corvo folgt ein sehr schönes Stück. Der Weg führt direkt oberhalb des Atlantiks lang: Unter dir brechen sich die Wellen mit aller Macht an der Steilküste, während die Basaltwände auf der linken Seite in bizarren Formen zum Himmel streben. Als sehr angenehm empfand ich hier vor allem die stetig wehende frische Brise – so fallen auch die wenigen Anstiege nicht so schlimm aus.
Nächster Stopp ist Formiguinhas – eigentlich nur eine Ansammlung von drei Häusern, die sich auf einem schwindelerregend schmalen Felsvorsprung an die Steilwand klammern. In Europa stände hier wahrscheinlich schon längst ein überteuertes Restaurant – die Location würde es auf jeden Fall hergeben. Aber in Santo Antão ist selbst auf dieser Paradetour viel zu wenig los, als dass sich das lohnen würde. Sehr erfreulich, dass es solche Orte noch gibt…
Auf einem schmalen Band windet sich der Weg in einem steten Auf und Ab weiter an der Küste. Manchmal ganz dicht über dem Wasser, dann wieder hoch über den Wellen. So geht es weiter bis wir die verlassene Siedlung Chã de Mar erreichen. Die Ruinen sind noch in einem recht guten Zustand, die Terrassenfelder aber völlig vertrocknet. Da es hier ziemlich Platz gibt, bietet sich der Ort trotz des leicht desolaten Ambientes für eine kurze Pause an.
Bis Cruzinha stehen noch paar kleinere Anstiege an und es geht auch mal kurz mal in Richtung Berge. Außerdem kommst du an einem Strand vorbei, der über einen schmalen Weg erreichbar ist. Vom Baden wird an der Nordküste wegen der starken Strömungen generell aber abgeraten. Ich kann aus persönlicher Erfahrung bestätigen, dass man selbst an den vermeintlich sicheren Badebuchten durch die zurückweichenden Wellen überraschend schnell ins Meer gezogen wird. Also lieber nicht ins Wasser gehen.
Bei Cruzinha verläuft der Weg durch eine weitläufige Dünenlandschaft. Die meisten Tageswanderer verabschieden sich in dem kleinen Ort und nehmen ein Aluguer zurück. Wir laufen stattdessen noch ein Stückchen an der Küste weiter. Am Friedhof von Chã de Igreja gehst du landeinwärts und passierst dabei das „Haus am Weg“, das von einem deutschen Pärchen betrieben wird. Ich fand das Anwesen sah ganz hübsch, hatte aber schon vorher eine Nacht in der „Kasa de Igreja“ gebucht, die ein paar Meter dahinter liegt.
Im Rückblick eine glückliche Wahl: Die Französin Mimi und ihr Mann haben in der kargen Landschaft des Inselnordens eine wirklich schöne Unterkunft hergezaubert – einschließlich Pool, Glamping-Zelten und hervorragender Küche. Ganz preiswert war die Nacht hier nicht (ca. 50 Euro), aber in dem schönen Garten seine Beine auszustrecken, war der perfekte Abschluss dieses tollen Wandertages.
Gehzeiten, oder umgekehrt Ponta do Sol – Fontainhas 1:45 Std., Fontainhas – Corvo 1:15 Std., Corvo – Ribeira de Aranhas 1:30 Std., Ribeira de Aranhas – Cha de Igreja 2:45 Std.
Einkehrmöglichkeiten in Fontainhas, Corvo, Cruzinha.
Es wird des Transports wegen vorgeschlagen, die Wanderung in Cha de Igreja zu beginnen.
Entgegen der meisten Wanderer. Also am Morgen zuerst per Aluguer fahren.