Im Westen der Insel regnet es nur sehr selten, die Umgebung ist weitgehend wüstend, aber Tarrafal ist eine wahre Oase – Quellen, die von einem grossen Wasserscheide gespeist werden, ermöglichen den Zugang zu einer Menge hochwertigem Quellwasser. Die Felder mit Zuckerrohr, Maniok, Yams, Süßkartoffeln, Tomaten usw. sind bewässert, es gibt viele Palmen und Bäume – Kokosnuss, Dattel, Brotfrucht, Mango, Papaya, Tamarinde, Akazie – und das Tal ist an vielen Stellen üppig und grün.
Tarrafal de Monte Trigo war viele Jahre lang vollständig isoliert; Erstens keine Strasse, nur per Boot erreichbar; später eine sehr lange, holprige, staubige Schotterstrasse mit vielen Kurven, die von Porto Novo 3 – 4 h. Im Jahr 2010 begannen Arbeiten zur Begradigung, Glättung und Asphaltierung der Strasse – mit Kopfsteinpflaster von der Insel, nicht mit Asphalt. Diese Arbeit setzte sich jahrelang in Bruchstücken fort, mit vielen Pausen und Rückschlägen. Schliesslich wurde Anfang 2021 die Strasse für fertiggestellt erklärt. Die Fahrt von Porto Novo nach Tarrafal dauert jetzt nur noch etwa eine Stunde. Es gibt noch einen Abschnitt quer über den Strand und ins Dorf, der unbefestigt ist. Das kleinere Nachbardorf Monte Trigo ist noch immer nur zu Fuss oder mit dem Boot erreichbar.
Die Strasse, die Porto Novo mit Tarrafal de Monte Trigo verbindet, ist wirklich spektakulär. Im Verlauf von anderthalb Stunden wandelt sich die Umgebung von relativ flach und grün zu absolut trocken und bergig, mit mehreren Brauntönen, die eine atemberaubende Farbparade bieten.
Bereits sehr nahe an Tarrafal de Monte Trigo und mit Blick auf den Vulkan Topo de Coroa wurde an einem Ort mit privilegiertem Ausblick ein Aussichtspunkt eingerichtet. Er heisst Miradouro de Campo Redondo und verdient einen kurzen Halt, um die Beine zu vertreten und die neue Strasse zu beobachten, die sich durch die bräunlichen Hügel schlängelt.
Tarrafal de Monte Trigo liegt buchstäblich am Ende der Straße. Von dort aus kann man das noch abgelegenere Dorf Monte Trigo nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichen. Und trotz allem – oder vielleicht gerade deswegen! – ist ein magischer Ort.
Tatsächlich gibt es in Tarrafal de Monte Trigo nicht viel zu tun. Man kann am Strand übernachten, im Meer schwimmen, durch die Gassen schlendern oder, für die Aktiveren, tauchen gehen oder, wer weiss, den Weg zum Monte Trigo zu Fuss gehen.







































































