Caldeirão entspricht einer 2,3 x 1,9 km grossen Einsturzcaldera mit einer maximalen Tiefe von etwa 305 m, die sich an der Spitze des zentralen Vulkans der Insel Corvo befindet.
Diese vulkanische Senke wird von einer Lagune mit einer maximalen Tiefe von 2 m und von einigen kleinen Vulkankegeln (Schlacken und Lavaspritzkegel oder Spritzer) eingenommen, die nach der Kultur der Azoren die neun Inseln der Azoren darstellen.
An den Flanken dieses polygenetischen Vulkans befinden sich auch mehrere Nebenkegel, wie die Cova Vermelha und die Coroa do Pico. Caldeirão hat sich entwickelt, die Hänge aufgeweicht, die den zahlreichen und ständigen Massenbewegungen folgen, die dort stattfinden.
Der östlichste Teil des ursprünglichen Randes der Caldera existiert heute nicht mehr, da er durch die intensive Meereserosion, die diese gesamte Flanke des Vulkangebäudes betrifft, demontiert wurde.
Der Vulcão Caldeirão liegt im Zentrum der Insel Corvo und ist das dominierende geologische Merkmal der kleinsten Azoreninsel. Er ist ein riesiger Einsturzkrater, der fast die gesamte Inselkrone einnimmt. Der Krater hat einen Durchmesser von rund 2 km und wird von steilen, grünen Wänden umschlossen. Im Inneren befinden sich mehrere kleine Seen, darunter die bekannte Lagoa do Caldeirão.
Der Vulcão Caldeirão zeigt sehr anschaulich die vulkanische Entstehung Corvos. Die Hänge sind von Weideland geprägt, das von freilaufenden Rindern genutzt wird. Die Abgeschiedenheit macht den Ort besonders eindrucksvoll.
Ausgangspunkt für den Besuch ist Vila do Corvo, die einzige Ortschaft der Insel. Von dort erreicht man den Kraterrand zu Fuss über einen gut erkennbaren Pfad. Der Aufstieg dauert etwa 30 – 45 min. Alternativ kann man bei guter Witterung per Taxi oder Geländefahrzeug bis nahe an den Kraterrand fahren.
Der Vulcão Caldeirão liegt auf der Hochlandroute von Vila do Corvo hinauf zum Krater, die die Insel vertikal erschliesst. Diese Route ist die wichtigste Verbindung zwischen Küste und Hochland.
Der Krater ist Teil der offiziellen Wanderroute PRC01 COR – Volta à Ilha do Corvo. Diese PR-Route umrundet grosse Teile der Insel und führt auch entlang des Kraterrandes. Sie ist gut markiert und landschaftlich sehr abwechslungsreich.
Unmittelbar im Inneren des Kraters liegen mehrere kleine Kraterseen. Am Rand befinden sich zahlreiche natürliche Aussichtspunkte mit Blick auf See, Krater und Atlantik. In kurzer Entfernung liegt Vila do Corvo mit Hafen, Kirche und Dorfkern. Auch die steilen Klippen der Küste sind vom Kraterrand aus sichtbar.
Der Vulcão Caldeirão ist das landschaftliche und geologische Herz Corvos.
Die Lagoa Azul ist Teil des Sete Cidades-Kraters auf São Miguel, und ist durch ihre azurblaue Farbe bekannt. Sie ist eine der beiden Seen des Vulkankraters, der durch einen schmalen Kanal von der farblich unterschiedlichen, smaragdgrünen Lagoa Verde getrennt ist. Der See ist eine bedeutende Süsswasserressource der Insel und kann vom Aussichtspunkt Vista do Rei sowie vom Dorf Sete Cidades aus betrachtet und per Boot erkundet werden. Lagoa Azul und Lagoa Verde sind zusammen 4 km lang, 2 km breit mit einer Tiefe von 33 m und 259 m.ü.M.
Weg
Direkt am Dorf Sete Cidades mit dem Auto erreichbar. Auf dem Damm zwischen den beiden Seen ist eine Bushaltestelle.