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Menorca

Far de Punta Nati

Leuchtturm am gleichnamigen Cap im NW

Der Far de Punta Nati ist ein Leuchtturm (katalanisch Far) auf dem Nordwest–Kap von Menorca, etwa 5 km nördlich von Ciutadella.

Nachdem sich wiederholt Schiffsunfälle in diesem Seegebiet ereigneten, gab der Untergang des französischen Passagierschiffs Général Chanzy am 9. Februar 1910 den entscheidenden Anstoss zum Bau des Leuchtturms. Mit dem Entwurf wurde der spanische Ingenieur und Baumeister Mauro Serret (1872–1945) beauftragt. Nach einer Bauzeit von 14 Monaten ging das Leuchtfeuer des 19 m hohen Turms 1913 in Betrieb.

Das Leuchtfeuer zeigt als Kennung alle 20 sec eine Gruppe aus drei und einem weissen Blitz (Fl(3+1)W.20s), der rechtweisend von 039–162 Grad zu sehen ist und eine Tragweite von 16 Seemeilen hat. Im Leuchtfeuerverzeichnis Mittelmeer ist es unter der Nummer E-0348 verzeichnet.

Far Punta Nati liegt 6 km nördlich von Ciutadella, mit dem Fahrrad in 19 min zu erreichen.

Der von Mauro Serret entworfene und in nur 14 Monaten recht schnell errichtete Leuchtturm wurde am 1. September 1913 eingeweiht. Er besass eine für damalige Verhältnisse moderne Technologie bestehend aus Glühlampen mit Petroleumdampf. Das Material stammte jedoch nicht wie üblich von der englischen Firma Chance Brothers, sondern vom Berliner Unternehmer Julius Pintsch, dessen Lampen sich etwas von den englischen Fabrikaten unterschieden. Das ursprüngliche Leuchtfeuer aus 3+1 weissen Lichtblitzen alle 20 sec wird bis heute verwendet. Auch die Laterne stammte von dem deutschen Unternehmer und war nicht vieleckig, sondern zylindrisch angelegt, jedoch weiterhin mit vertikalen Streben versehen. Die später in den Leuchttürmen eingesetzten Laternen hatten dagegen schräge Streben, da man der Meinung war, die vertikalen Streben sorgten für Schatten in den Lichtblitzen. Der Leuchtturm war übrigens auf Druck der französischen Regierung errichtet worden (vor allem nach dem Schiffbruch des Dampfers „General Chanzy“ im Jahr 1910), und seine Beleuchtung wurde schon in Betrieb genommen, als dass die Bauarbeiten zum Gebäude noch gar nicht abgeschlossen waren. Dies war erst im Juli des folgenden Jahres der Fall. 1921 wurde ein mit Acetylen betriebenes, allerdings nicht automatisiertes Beleuchtungssystem eingebaut. In der Nähe des Leuchtturms befindet sich eine Unterwasserhöhle mit Öffnung in der Decke, aus der bei Unwetter von Norden her Wassersäulen emporschiessen und im Laufe der Jahre ein gravierendes Problem für die Erhaltung des Leuchtturms darstellen.

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