Die Naveta des Tudons ist eines der herausragendsten prähistorischen Monumente der Balearischen Inseln. Ihr Besuch ist obligatorisch aufgrund der Schönheit und Magie, die ihre Steine ausstrahlen. Es handelt sich um eine Begräbnisstätte der prätalaiotischen Epoche (Bronzezeit). Sie ist aus grossen Steinquadern zusammengefügt und besitzt die Form eines umgekehrten Bootes. An ihrer glatten und leicht konkaven Fassade findet man einen Eingang, der in einen viereckigen Vorraum mündet; dieser verbindet die untere mit der oberen Kammer über einen schrägen Schacht.
Bei früheren Ausgrabungsarbeiten stellte man fest, dass die Naveta als Grabkammer diente und die Verstorbenen mit Grabbeigaben bestattet wurden. Zudem wurden verschiedene Opfergaben aus Bronze und Keramik dargebracht.
Man erreicht die Naveta über die Landstrasse Maó-Ciutadella, 8 km von Ciutadella entfernt. Am Kilometer 40 befindet sich auf der linken Seite ein Parkplatz, von wo ein Fussweg zur Naveta führt.
Die Naveta des Tudons ist eine prähistorische Grabanlage bei Ciutadella auf der spanischen Baleareninsel Menorca. Die in der späten Bronzezeit in Megalithbauweise errichtete Naveta gilt als das bedeutendste Bauwerk der menorquinischen Vorgeschichte.
Die Naveta des Tudons befindet sich etwa 4 km östlich von Ciutadella, nicht weit von der Inselhauptstrasse Me-1 nach Maó. Vom ausgeschilderten Parkplatz an der Strasse ist das Bauwerk bequem zu Fuss zu erreichen. Seit einigen Jahren darf man das Innere der Naveta aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Anlage nicht mehr betreten.
Die Naveta des Tudons ist schon lange bekannt. Im Inneren fand man die Gebeine von etwa einhundert Menschen sowie Grabbeigaben und Bronzeschmuck, die heute im Museu de Menorca in Maó ausgestellt werden. 1960 wurde die Naveta, deren Apsis stark beschädigt war, aufwendig rekonstruiert.
Die Naveta ähnelt von aussen einem umgedrehten Schiffsrumpf mit dem Grundriss eines langgestreckten Hufeisens. Der „Bug“ ist apsidenförmig gerundet, während das Heck von einer ebenen Fassade gebildet wird. Der „Kiel“ besteht aus waagerecht aufgelegten Steinplatten. Das Bauwerk ist aus grossen Steinen ohne Verwendung von Mörtel aufgeschichtet worden.
Über eine mittig angelegte Öffnung in der nach Westen ausgerichteten Fassade gelangt man über eine Stufe in einen kurzen Korridor. Dieser führt in einen Raum, der durch große, von einer Wand zur anderen reichende Steinplatten in zwei übereinander liegende Kammern geteilt wird. Da die Deckplatten mit der Zeit verwittert sind und zahlreiche Löcher aufweisen, fällt Licht in das Innere der Naveta.