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La Palma

Caldera de Taburiente Grund

Bewaldeter Grund des Erosionskraters

Das spektakuläre Gesamtbild dieses Kessels von 8 km Durchmesser und 1 1/2 km Tiefe, bedeckt von dichten Wälder aus kanarischen Kiefern und durchschnitten von tiefen Schluchten ist auf Fotos nicht zu erkennen, man muss es mit eigenen Augen sehen. Der Nationalpark Caldera de Taburiente, im Zentrum der Insel La Palma gelegen, ist die grösste Attraktion der sogenannten “Schönen Insel”. Als Biosphärenreservat katalogisiert, birgt der Park einen natürlichen Schatz an geologischer und biologischer Vielfalt.
Ausflüge, um den nächtlichen Sternenhimmel zu beobachten, Wanderwege, die über das offene Innerste des Planeten führen, Baden unter einem Wasserfall aus Farben… Die Liste der möglichen Aktivitäten ist endlos. Doch eines steht fest: will man die Geheimnisse der Caldera de Taburiente ergründen, muss man sich die Wanderschuhe anziehen und auf einem der steilen Wege zwischen monumentalen Kiefern gen Himmel wandern. Oder aber die modernen Einrichtungen des Besucherzentrums von El Paso aufsuchen und später vom Aussichtspunkt Mirador de la Cumbrecita über den Rand der Caldera hinunterspähen.

Wasserfälle wie die Cascada de Colores faszinieren mit ockerfarbenen Ablagerungen. Die Playa de Taburiente ist eine flache Flussaue im Zentrum des Kraters – ideal zum Rasten. Der Barranco de Risco Liso und Almendro Amargo führen bei Regen Wasser, sind aber meist trocken. Von Los Brecitos führt ein abwärts verlaufender Weg tief in die Caldera hinein. Der Mirador del Lomo de Tagasaste bietet erste Blicke auf den Roque Idafe. Die Quelle Fuente de la Mula und die Petroglyphen-Fundstelle sind kulturelle Highlights.

Der Zeltplatz Zona Acampada ist der einzige Übernachtungspunkt innerhalb des Parks.
Die Caldera ist nur zu Fuss zugänglich – Autos dürfen nicht in den Krater fahren.
Ein Besuch lohnt für Naturliebhaber, Geologen und Wanderer gleichermassen.

Die Caldera de Taburiente misst etwa 9 km  im Durchmesser und hat einen Umfang von rund 28 km. Ihre tiefste Stelle liegt bei etwa 430 m ü. Meeresspiegel. Den höchsten Punkt von 2.426 m ü. Meeresspiegel erreicht der Kraterrand im Norden mit dem gleichzeitig höchsten Punkt La Palmas, dem Roque de los Muchachos. Auf der Südflanke der Caldera erhebt sich der 1.854 m hohe Berg Pico Bejenado. Das in der Caldera anfallende Wasser fliesst durch den Barranco de Las Angustias im Westen der Insel in den Atlantik.

1954 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt, dem Parque nacional de la Caldera de Taburiente. Der Nationalpark ist am Roque de Los Muchachos über die Zufahrtsstraße zum Observatorium, durch den Barranco de Las Angustias über die Zufahrtsstraße von Los Llanos und von El Paso über den Aussichtspunkt La Cumbrecita zugänglich, in dessen Nähe die Parkverwaltung ICONA ein Besucherzentrum unterhält. Hier werden unter anderem geführte Wanderungen angeboten.

Die Caldera de Taburiente ist Teil des Vulkanismus-Prozesses von La Palma. Vor etwa zwei Millionen Jahren brach der Schildvulkan La Palmas, der Garafia-Vulkan, aus rund 4000 m Tiefe durch die Meeresoberfläche und erreichte eine Höhe von etwa 2500 m ü. Meeresspiegel. Vor 1,2 Millionen Jahren kollabierte der Vulkankegel und ergoss eine Trümmerlawine in südwestliche Richtung, die heute im Meeresboden der Inselflanke durch Sonarmessungen noch nachweisbar ist.

Vor etwa einer Million Jahren entstand ein neuer Vulkan, der Taburiente-Vulkan, der den Garafia-Vulkan vollständig mit seiner Lava überdeckte und eine Höhe von rund 3000 m erreicht haben sollte. In der Zeit vor 125.000 bis 500.000 Jahren stürzte die Westflanke des Taburiente-Vulkans ein, die dabei die Caldera de Taburiente und den rund 10 km langen Gebirgszug Cumbre Nueva entstehen liess. Der nordöstliche Rand der Caldera de Taburiente bildet zusammen mit dem Cumbre Nueva-Rücken die Abrisskante (Amphitheater) der Cumbre Nueva-Trümmerlawine, deren Ablagerungen heute in 2500 bis 4000 m Wassertiefe der Inselflanke liegen und die Trümmerlawine des Garafia-Vulkans überdecken. Diese Ablagerungen nehmen eine Fläche von etwa 780 qkm ein und haben ein Volumen von rund 95 Kubikkilometern.

Durch das Abgleiten der Landmasse wurden wieder Flächen des ursprünglichen Seevulkans freigelegt, das heutige Becken von Los Llanos, aus der der Bejenado-Vulkan herauswuchs und diese Fläche wieder überdeckte. Starke Erosionen formten in der Folgezeit die Schlucht Barranco de Las Angustias.

Am Grund dieser Schlucht und in der Caldera bis in 1000 m Höhe findet sich heute Kissenlava oder Pillowlava. Diese Formen entstehen, wenn Lava unter Wasser austritt und erstarrt. Diese Gesteine aus der submarinen Phase der Vulkanbildung (Seamount-Phase) beweisen die Hebung der Insel in ihrer frühen Entstehungsgeschichte, wie es auf den Kanaren nur noch auf Fuerteventura der Fall war.

Die heutige Struktur der Caldera de Taburiente ist somit das Produkt aus der Cumbre Nueva-Trümmerlawine, mit der Abrisskante am nordöstlichen Rand der Caldera de Taburiente und dem Cumbre Nueva-Rücken, der späteren Verfüllung durch den Bejenado-Vulkan und der bis heute anhaltenden Erosion der Caldera und des Barrancos.

Die Frage nach der Entstehungsform der Caldera de Taburiente, durch Vulkanismus oder Erosion, war in der Wissenschaft lange umstritten. Unter dem spanischen Wort Caldera (Kessel) wird in der Geologie eine grosse kraterförmige Einsturzstruktur des Vulkans verstanden, die nach Entleerung einer grossen Magmakammer ins Innere stürzte. Im Jahr 1825 führte der deutsche Geologe Leopold von Buch den Begriff der Caldera de Taburiente ein. Verschiedene Geologen widersprachen jedoch der Theorie vom Calderenausbruch und sprachen sich für eine Entstehung als Erosions-Caldera aus.

Mirador de Lomo del Tagasaste ist Teil von Los Brecitos zum Playa de Taburiente.

3D-Bild

Wanderung Pico de la Cruz – Pico de la Nieve

Hiking Routen

Es gibt mehrere offizielle Wanderwege in der Nähe von Capelas.

PR 17 SMI – Nascentes de Santo António Trail
2.8 km / 1.5 h / leicht
Start in der Nähe von Santo António und führt entlang der Steilküste, vorbei an der Kapelle von Rosário und dem Badeplatz von Rosário, bis hin zur Kirche Santo António. Der Weg bietet atemberaubende Ausblicke auf die Nordküste, einschliesslich Capelas und den Osten der Insel.

PR 21 SMI – Padrão das Alminhas – Salto da Farinha
7.5 km / 3 h / mittel
Dieser Weg führt von Padrão das Alminhas zum Salto da Farinha und ist Teil der Wanderwege in der Region Capelas.

PRC 40 SMI – Quatro Caminhos do Faial da Terra
7.5 km / 3 h / mittel
Obwohl dieser Rundweg hauptsächlich durch das Dorf Faial da Terra führt, ist er über PRC 40 SMI mit anderen Routen wie PR 11 SMI – Ribeira do Faial da Terra und PRC 09 SMI – Sanguinho verbunden, die in der Nähe von Capelas liegen.

PRC 38 SMI – Lomba D’El Rei
7.5 km / 3 h / mittel
Rundweg führt durch das Gebiet von Povoação und ist Teil der Wanderwege in der Region Capelas.

PRC 46 SMI – Fajã do Mar
7.5 km / 3 h / mittel
Dieser Wanderweg führt entlang der Küste und ist Teil der Wanderwege in der Region Capelas.

Zusätzlich gibt es weitere Wanderwege in der Nähe von Capelas, die über die offiziellen Wanderwege von São Miguel verbunden sind, wie zum Beispiel PRC 09 SMI – Sanguinho und PR 11 SMI – Ribeira do Faial da Terra. Diese Wege bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Natur und Landschaft der Region Capelas zu erkunden.

Sehenswürdigkeiten Central
Städte, Dörfer
Gewässer, Strände

Streetview

Impressionen

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