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Teneriffa

Teneriffa

Grösste der Kanarischen Inseln

Teneriffa, die grösste der Kanarischen Inseln, ist ein Wanderparadies mit dramatischer Vulkanlandschaft, dichten Lorbeerwäldern und spektakulären Küsten. Die Insel erstreckt sich über 2.034 km² und wird vom Pico del Teide (3.718 m) dominiert – dem höchsten Berg Spaniens und einem aktiven Vulkan. Der Teide-Nationalpark ist UNESCO-Weltnaturerbe und prägt das Zentrum der Insel mit seiner kraterartigen Caldera de las Cañadas.

Im Nordosten liegt das Anaga-Gebirge, ein urtümliches UNESCO-Biosphärenreservat mit uralten Laurisilva-Wäldern. Im Nordwesten erhebt sich das Teno-Gebirge, ein abgeschiedenes, karges Massiv mit tiefen Schluchten wie der berühmten Masca-Schlucht. Die Insel verbindet subtropisches Klima mit erstaunlicher Vegetationsvielfalt – von Wüstenlandschaften im Süden bis zu feuchten Wäldern im Norden. Die Passatwinde bringen Feuchtigkeit, die sich im Norden als Nebel ablagert und die Wälder nährt – ein Phänomen, das „horizontaler Regen“ genannt wird.

Wanderer entdecken über 1.000 km markierte Wege, darunter PR (Pequeña Ruta) und GR (Gran Recorrido), die durch alle Landschaftszonen führen. Die Levadas, ursprünglich Bewässerungskanäle, sind hier weniger verbreitet als auf Madeira, aber es gibt ähnliche Pfade entlang von Bächen. Der GR 131 durchquert die Insel von Nord nach Süd und führt durch die wichtigsten Naturräume.

Der Pico del Teide ist nur mit kostenloser Genehmigung (online unter reservasparquesnacionales.es) bestiegbar – ein Muss für ambitionierte Wanderer. Die Roques de García, bizarre Lavafelsen im Nationalpark, sind ein ikonischer Fotospot und Ausgangspunkt für viele Routen. Im Anaga-Massiv führen schmale Pfade durch den Nebelwald, vorbei an Höhlendörfern wie Chinamada und zu Aussichtspunkten wie dem Mirador de Ijuana. Die Masca-Schlucht ist eine der spektakulärsten Wanderungen: ein Abstieg von 600 m durch enge Pfade und Felsdurchbrüche zum Meer. Der Teno-Nationalpark im Westen bietet abenteuerliche Routen wie den Risco-Steig und den Punta de Teno mit Blick auf die Atlantikbrandung. Der Barranco del Infierno im Süden ist eine beliebte, aber oft überlaufene Schluchtenwanderung mit Wasserstellen und kleinen Wasserfällen. Der Chinyero-Vulkan, letzter Ausbruch 1909, ist umrundbar und zeigt frische Lavafelder und schwarze Ascheebenen.

Miradores
 wie der Pico del Inglés, Cruz del Carmen und Los Organos bieten atemberaubende Panoramen.

Teneriffa ist ganzjährig wanderbar – im Winter sind die Gipfel oft schneebedeckt, während die Küsten mild bleiben. Die Insel ist gut mit Linienbussen (TITSA) erschlossen, viele Wanderwege sind ohne Auto erreichbar.

Feste Wanderschuhe, Regenjacke, Wasser und Sonnenschutz sind unverzichtbar – das Wetter kann sich schnell ändern. Trotz der Beliebtheit gibt es abseits der Massenrouten ruhige, ursprüngliche Natur. Die Mischung aus Vulkanen, Wäldern, Schluchten und Küste macht Teneriffa zu einer der abwechslungsreichsten Wanderinseln Europas. Für jeden Anspruch – vom Familienausflug bis zur Gipfelbesteigung – gibt es die passende Route. Teneriffa ist ein Highlight für Natur- und Aktivreisende, die Abenteuer und Kultur verbinden wollen. Die Insel ist UNESCO-Biosphärenreservat und beherbergt zahlreiche endemische Pflanzen und Tiere.

Die kanarische Gastfreundschaft und lokale Küche (wie „Papas arrugadas“ mit „Mojo“) runden das Erlebnis ab. Ob Sonnenaufgang am Teide oder Sonnenuntergang an der Punta de Teno – Teneriffa bietet unvergessliche Momente.

  • Fläche: 701 km²
  • Länge: 50 km
  • Breite: 17 km
  • Höchste Erhebung: Monte Toro, 357 m
  • Hauptort: Maó

Die Insel Teneriffa bietet vielfältige Attraktionen: ein mildes Klima ohne kalte Winter, spektakuläre Landschaften wie den Vulkan Teide, grüne subtropische Vegetation und traditionsreiche Orte hauptsächlich im Binnenland.

Das Klima

Das Urlaubsziel Teneriffa eignet sich wegen des ausgeglichenen, warmen Klimas für einen klassischen Badeurlaub mit einem breiten Sport-, Freizeit- und Unterhaltungsangebot. Dies gilt insbesondere für die Wintermonate. Durchschnittstemperaturen von 22 Grad, mindestens fünf Stunden Sonnenschein am Tag und Wassertemperaturen um die 20 Grad sind angenehme Alternativen für kalte Wintertage in Mitteleuropa. Für Senioren aus dem Norden gibt es interessante Angebote zum Überwintern.

Die Landschaften

Im Zentrum der Insel mit dem Teide-Nationalpark (UNESCO-Weltnaturerbe) liegen keine Dörfer oder größere Orte. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 13.000 Hektar. Ein riesiger Krater mit Lavafeldern, bizarren Felsformationen und Gestein in den unterschiedlichsten Farben. In der Mitte ragt der Gipfel Pico del Teide in den Himmel. Eine Seilbahn führt hinauf auf eine Höhe von 3.550 Metern.

Nationalpark Teide (Teneriffa)
In den Siete Cañadas der Caldera des Teide-Nationalparks

Dünn besiedelt sind auch das Teno-Gebirge im Nordwesten und das Anaga-Gebirge im Nordosten.

Wandern auf Teneriffa

Doch nur faul am Strand zu liegen, dafür ist die Reise nach Teneriffa eigentlich zu schade. Natur- und Wanderfreunde finden attraktive und abwechslungsreiche Landschaften rund um den höchsten Berg Spaniens, den Pico de Teide, mit seinen spektakulären Lavalandschaften.

Wandern im Anaga Gebirge (Teneriffa)
Wandern durch eine grüne Schlucht im Anaga Gebirge

In einem üppigen, subtropischen Kleid präsentieren sich die Naturparks im Teno-Gebirge im Nordwesten und im Anaga-Gebirge mit schönen Wanderwegen im Nordosten. Wer auf eigene Faust wandern möchte oder Unterkünfte fernab der Touristenzentren sucht, benötigt in der Regel trotz guter Busverbindungen einen Mietwagen, der schon von zu Hause aus gebucht werden sollte.

Urlaubsorte auf Teneriffa

Der Norden und Puerto de la Cruz

Das große Urlaubszentrum im Norden der Insel ist Puerto de la Cruz. Der ehemalige Hafenort verfügt über keine wirklich schönen Strände. Daher gestaltete der Architekt und Künstler César Manrique von der Nachbarinsel Lanzarote eine künstliche Badelandschaft. Die Urlaubsstadt verfügt über eine gute touristische Infrastruktur mit ausgezeichneten Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Der Charme vieler Hotels entspricht überwiegend dem Bauboom-Geschmack der touristischen Gründerzeit.

Aufgrund der Lage im Norden prägen üppiges Grün und Palmen die Stadt. Die reizvolle Landschaft der Umgebung am Rande des Orotava-Tals ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen. Das historische Zentrum am Hafen lässt noch ein wenig die bodenständige Lebensart erahnen, die vor dem Einbruch des Tourismus hier geherrscht hat.

Puerto de la Cruz (Teneriffa)
Blick auf das Urlaubszentrum Puerto de la Cruz im Norden von Teneriffa

Der berühmte Loro-Park, der Tierpark mit der größten Sammlung von Papageienarten, ist eine der beliebtesten Attraktionen auf Teneriffa für die ganze Familie. Im Winter ist Puerto de Cruz auch ein Ziel zum Überwintern, insbesondere für Senioren aus dem nördlichen Europa.

Orotava

Hoch über Puerto de la Cruz liegt das Städtchen Orotava mit dem sehenswerten historischen Zentrum im Orotava-Tal. Üppige Vegetation und beeindruckende Aussichtspunkte prägen dieses Tal, das sich von den Höhen des Teide bis an die Küste herunterzieht.

Steile Gasse (La Orotava)
Steile Gasse in La Orotava

Das historische Zentrum von Orotava besticht durch seine gut erhaltenen Gebäude im kanarischen Kolonialstil und seine malerischen Plätze. Zu den kulturellen Highlights zählen die Kirche Nuestra Señora de la Concepción und die Casa de los Balcones, ein prachtvolles Herrenhaus mit kunstvoll verzierten Balkonen.

Garachico

Westlich von Puerto de la Cruz liegt direkt an der Küste das historische Städtchen Garachico. Trotz der fast vollständigen Zerstörung durch einen Vulkanausbruch im Jahre 1706 besticht die gut erhaltene, farbenfrohe Altstadt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt das Kloster San Francisco sowie der Palast der Condes de la Gomera. Neben den natürlichen Schwimmbecken aus Vulkangestein liegt das Castillo de San Miguel.

Garachico (Teneriffa)
Garachico, ein historisches Städtchen im Nordwesten der Insel Teneriffa

Der Süden

Wie auf den anderen Kanarischen Inseln gleicht der Süden von Teneriffa im Kontrast zum Norden einer kargen Wüstenlandschaft. Dafür gibt es hier einige ganz brauchbare Strände, die durch tägliche Pflege entsprechend aufgepeppt werden.

Im Südosten liegt in der Nähe des Flughafens Teneriffa Süd das international bekannte Surferparadies El Médano. Moderne Gebäude und ein drei Kilometer langer Sandstrand prägen den Urlaubsort.

Das älteste und größte Urlaubszentrum ist Playa de las Américas. Künstlich angelegte Gärten umgeben die nicht immer so schönen Hotelbauten. Der Standard der Hotels entspricht überwiegend der gehobenen Mittelklasse. Baden und Wassersport sowie Golf, diese sind neben dem breiten Unterhaltungsangebot wohl die entscheidenden Pluspunkte für einen Urlaub in Playa de las Américas.

Aufgereihte Liegen mit Sonnenschirmen am Strand von Los Cristianos (Teneriffa)
Strand vor Los Cristianos

Dieser Badeort geht im Süden ohne Grenze in den ruhigeren Urlaubsort Los Cristianos über. Der Fischerhafen bringt eine gewisse Originalität für den Ort, dessen kleines Fischerviertel noch erhalten ist. Von Los Cristianos starten die Fähren zu den Nachbarinseln La Gomera, La Palma und El Hierro.

Der Südwesten

Die Urlaubsorte nördlich von Playa de las Américas heben sich durch die hochwertigeren und teureren Hotels im Vergleich zum Süden deutlich auch in der Bauweise ab. Der Nachbarort Costa Adeje verfügt über die meisten Luxushotels auf Teneriffa. Noch exklusiver geht es in Playa Paraíso zu. Trotz des Namens gibt es hier keinen Strand. In dem weiter nördlich liegenden San Juan schafft eines der besten Luxushotels von Teneriffa auf einem riesigen Gelände mit eigenem Golfplatz eine Welt für sich.

Santa Cruz de Tenerife und La Laguna

Die beiden Städte im Norden von Teneriffa sind praktisch miteinander verwachsen und bilden eine Metropolregion. Die lebendige Inselhauptstation ist für ihren Karneval weltweit bekannt. La Laguna gilt mit ihrer Architektur als Vorbild für die spanischen Kolonialstädte in Übersee und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Eine Tram (Straßenbahn) verbindet beide Städte.

Santa Cruz, die Hauptstadt von Teneriffa, bietet einige Attraktionen. Zu den Highlights zählt das Auditorio de Tenerife, ein architektonisches Meisterwerk des spanischen Architekten Santiago Calatrava. Kunstliebhaber können das Museum für moderne Kunst, das Tenerife Espacio de las Artes (TEA) besuchen. Der Plaza de España mit seinem imposanten Meeresblick und dem markanten Turm ist ebenfalls einen Besuch wert. Für Shopping-Begeisterte bietet die Fußgängerzone Calle del Castillo zahlreiche Geschäfte und Boutiquen. Kulturinteressierte sollten die Kirche Iglesia de la Concepción besichtigen, die für ihre historische Bedeutung und beeindruckende Architektur bekannt ist.

Plaza de la Concepción (La Laguna auf Teneriffa)
Plaza de la Concepción vor der Pfarrkirche von La Laguna

Das historische Zentrum von La Laguna wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und besticht mit prachtvoller Architektur. Die Kathedrale von La Laguna, ein Meisterwerk der kanarischen Barockarchitektur, sowie das ehemalige Kloster Convento de San Agustín sind kulturelle Sehenswürdigkeiten. Ebenso sehenswert sind die Plaza del Adelantado und die Gassen mit ihren historischen Gebäuden. Interessierte an Kunst und Kultur können das Museum Museo de Historia de Tenerife (MHAT) besuchen, um mehr über die Geschichte der Insel zu erfahren.

Die Teide-Besteigung (Weg 7) startet am Mirador de la Montaña Blanca (2.200 m) und führt in 2–3 h zum Gipfel (3.718 m), Genehmigung erforderlich. Eine Alternative startet am Mirador del Chío (2.000 m) über den Weg 9 zum Pico Viejo und weiter zum Teide.

Die Rundwanderung um die Roques de García (PR-TF 10) beginnt am Parador Nacional (2.182 m) in 2,5 h. Vom Parador führt der Weg 21 zur Paisaje Lunar und weiter nach Vilaflor (1.400 m), Abstieg über 1.000 m.

Die Wanderung zum Chinyero (PR-TF 20) startet am Mirador del Chío und umrundet den Vulkan in 2,5 h.
Die Masca-Schlucht beginnt im Dorf Masca (650 m) und endet am Playa de Masca, 3–4 h Abstieg.
Vom Playa de Masca kann man mit dem Boot nach Los Gigantes zurückfahren (bei gutem Wetter).
Die Rundwanderung El Palmar – Teno Alto – Punta de Teno startet in El Palmar, führt über Teno Alto zum Leuchtturm, in 5 h.
Der Risco-Steig (PR-TF 12) verläuft von Teno Alto nach El Palmar, ein anspruchsvoller Pfad mit exponierten Abschnitten.
Die Wanderung von Punta del Hidalgo nach Cruz del Carmen (PR-TF 1) startet am Hafen von Punta del Hidalgo (50 m) und endet am Mirador (920 m), in 5 h.
Von Chinamada führt der PR-TF 10 nach Punta del Hidalgo, Abstieg durch das Barranco de Ruiz.
Die Chinobre-Runde (PR-TF 5) startet in Igueste de San Andrés (200 m) und führt über Las Palmas und El Draguillo zurück, in 3 h.
Der PR-TF 6 führt von Chamorga (800 m) zum Faro de Anaga (200 m), vorbei an Benijo und El Draguillo, in 3 h.
Die Wanderung von Taganana nach Benijo verläuft entlang der Küste, in 1,5 h, idealer Rückweg mit Bus 946.
Der PR-TF 8 führt von Taganana nach Tamadite, ein Abstieg zur Küste mit Badegelegenheit.
Die Rundwanderung um den Pico del Inglés startet am gleichnamigen Mirador (1.241 m) und führt durch den Kiefernwald, in 2 h.

Mirador de Ijuana ist Ausgangspunkt für Wanderungen ins Innere des Anaga-Gebirges.
Mirador de las Carboneras bietet Blick auf das Dorf und den Roque de Taborno.
Mirador de Taborno zeigt das gleichnamige Dorf und die Schlucht.
Mirador de Roque Bermejo nahe Taganana bietet Panorama über die Nordküste.
Mirador de Los Organos bei Los Silos zeigt die Felsformation „Orgelpfeifen“ und den Atlantik.
Mirador de Garachico bietet Blick auf die historische Hafenstadt.
Mirador de Masca zeigt das Dorf und die Schlucht von oben.
Mirador de los Gigantes blickt auf die 800 m hohen Felswände.
Mirador de la Culata an der TF-24 bietet Panorama über das Anaga-Gebirge.
Mirador de la Cumbre an der TF-82 zeigt den Teide und die Westküste.
Mirador de San Diego bei La Laguna bietet Blick auf die Stadt und den Hafen.
Mirador de El Toscal zeigt die Universität und den Teide.
Mirador de El Fraile bietet Blick auf die Industriezone von Santa Cruz.
Mirador de El Cardonal an der TF-1 zeigt die Autobahn und die Umgebung.
Mirador de Los Baldíos liegt auf der Strasse nach Güímar.
Mirador de El Rincón ist ein kleiner Küstenblickpunkt.
Mirador de Las Tricias an der Westküste zeigt die Küste von Tazacorte.
Mirador de Barlovento bietet Blick auf die Nordostküste.
Mirador de La Galga führt durch einen mystischen Lorbeerwald.
Mirador de Afur liegt auf der Strasse nach El Paso.
Mirador de Puntagorda zeigt die Nordküste.
Mirador de El Time bietet Blick in die Caldera.
Mirador de Las Bodegas zeigt den Nordhang des Teide.
Mirador de Taburiente liegt am Rand des gleichnamigen Nationalparks.
Mirador de Los Arrayanes zeigt den Barranco de Ruiz.
Mirador de Las Palmas bei Anaga bietet Blick auf die Küste.
Mirador de El Draguillo ist Teil der PR-TF 6.
Mirador de Benijo bietet einen der schönsten Küstenblicke der Insel.
Mirador de Las Vueltas zeigt das Anaga-Gebirge von der Südseite.
Mirador de Las Carboneras ist ideal für Sonnenaufgänge.
Mirador de Roque de las Ánimas bei Taganana zeigt den Felsen und die Küste.
Mirador de Las Carboneras liegt an der TF-12.
Mirador de Cruz del Carmen ist beliebter Aussichtspunkte mit Blick auf La Laguna und den Teide.
Mirador de La Cuesta bietet Blick auf Santa Cruz und den Hafen.
Mirador de San Andrés zeigt den Fischerhafen und die Playa.

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