Der Mirador El Serradero bietet einen der schönsten Weitblicke der Insel La Palma. Von hier hat man einen wunderbaren Panoramablick auf die steil abfallende Küste von Villa de Garafía mit den Felsen Roque Santo Domingo, Roque de Las Tabaibas und Roque del Guincho und den immensen Atlantischen Ozean. Ein einsamer, abgelegener Ort, der ideal ist um abzuschalten und sich im Anblick der vulkanischen Naturlandschaft von La Palma zu verlieren.
Der Zugang erfolgt über eine kurvige Landstrasse. Der Mirador del Puerto Santo Domingo de Garafia liegt an der Steilküste unterhalb der Ortschaft Santo Domingo de Garafia. Die Roques de Los Guinchos, drei Felsen vor der Steilküste, sind beeindruckend, besonders wenn sich die Wellen des Atlantiks an den Felsen brechen. Der Mirador ist auch mit dem Auto über eine schmale Landstrasse zu erreichen. Die vorgelagerten drei Felsen sind das Besondere dieses Mirador. Ein grandioses Schauspiel, wie der Atlantische Ozean seine Wellen gegen die Felsen wirft.
Seit einiger Zeit hat der Mirador einen neuen Namen. Ein offizielles Schild bezeichnet ihn mit Mirador El Serradero.
Für Wanderer bietet sich der Besuch des Aussichtsplatzes im Zuge einer Wanderung an. Für Autofahrer ist die Zufahrt direkt bis zum Aussichtsplatz möglich. Spazierwanderer können auf einem Pfad, bis zum Meer absteigen, dort trifft man auf Casitas (Hütten) von Einheimischen. Die teilweise von Fischern oder von Palmeros am Wochenende genutzt werden.
Startplatz ist Santo Domingo de Garafia am Ortseingang beim Fussballplatz führt eine Strasse hinunter zum Friedhof und weiter bis zur Steilküste. Hier verläuft der Wanderweg PR LP 9.3. An der Steilküste angekommen trifft man auf einen Parkplatz, dieser dient auch als fantastischer Aussichtsplatz. Es bietet sich der Ausblick auf den Strand Bujarén der im Sommer bei schwacher Brandung benutzt werden kann. Die vorgelagerten Felsen Roque de Santo Domingo, Roque de los Tabaibas, Roque del Guincho bieten sich als Fotomotive an, besonders bei einer höheren Brandung ergeben sich ausgezeichnete Fotos. Der weitere Verlauf der Wanderung führt weiter auf einem Pfad Richtung Meer, kurz vor der Küste steigt der Pfad wieder an. Ein kleines Stück begleitet der Pfad die Steilküste, um weiter hinauf Richtung dem Weiler Cueva del Agua zu führen. Der Pfad ist in der Regel gut zu erkennen. Kurz vor dem Weiler Cueva del Agua überquert der Wanderweg die Landstrasse LP 114 und trifft kurz danach auf den Küstenwanderweg GR 130 weiß/rot markiert. Wir folgen dem GR 130 nach links, dieser bringt uns zu unserem Startplatz zurück. Die letzten 3 km der Wanderung verlaufen auf der Landstrasse LP 114, die Landstrasse ist so gut wie nicht befahren.
Der Roque de los Muchachos liegt im Nordwesten von La Palma und ist mit 2.426 m der höchste Gipfel der Insel. Er befindet sich an der Nordflanke der Caldera de Taburiente, eines riesigen Erosionskraters. Der Gipfel ist über die Landstrasse LP-4 erreichbar, die von Santa Cruz de La Palma aus in die Höhe führt. Der offizielle Parkplatz liegt direkt am Gipfel und dient als Start- und Endpunkt vieler Wanderungen.
Von dort führt ein kurzer, gepflasterter Weg zum Espigón del Roque, einem vorgelagerten Aussichtspunkt. Dieser bietet 360°-Blicke: nach Osten in die Caldera, nach Westen auf den Atlantik und nach Süden auf die Cumbre Vieja. Der Mirador de los Andenes (2.297 m) an der LP-4 ist ein alternativer Startpunkt für die Wanderung zum Gipfel. Von dort aus folgt man dem GR 131 in ca. 3–4 Stunden zum Roque de los Muchachos.
Die Route führt entlang der Abbruchkante mit spektakulären Ausblicken in den Krater.
Unterwegs passiert man den Pared de Roberto, eine markante Felswand mit lokalen Legenden.
Der Mirador de Taburiente liegt etwas abseits des Hauptwegs und bietet einen direkten Blick auf die Playa de Taburiente.
Weitere Aussichtspunkte sind der Fuente Nueva (2.366 m) und der Pico de la Cruz (2.351 m).
Der Pico de la Nieve (2.239 m) ist der dritthöchste Gipfel und Endpunkt einer beliebten Rundwanderung. Die Route vom Roque de los Muchachos zum Pico de la Nieve ist 12 km lang und dauert etwa 5,5 Stunden. Der Abstieg kann über den PR-LP 3 zum Parkplatz am Pico de la Nieve erfolgen. Der Roque Palmero (2.306 m) liegt auf halber Strecke und ist ein lohnendes Zwischenziel. Die Wanderung erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit – die Wege sind oft steinig und exponiert. Der GR 131 ist der Hauptwanderweg und verläuft über die gesamte Gipfelkette. Er startet am Roque de los Muchachos und führt bis nach Puerto Tazacorte im Süden. Der PR-LP 11 beginnt an der Zufahrtsstrasse zum Gipfel und führt über 13 km nach Puntagorda. Der PR-LP 12 führt in die gleiche Richtung, zweigt aber nach Tijarafe ab. Beide Wege starten an der Kreuzung El Bastón und führen zunächst gemeinsam.
Das Besucherzentrum am Roque de los Muchachos informiert über das Observatorium und die Natur. Das Observatorio Astrofísico ist eines der wichtigsten astronomischen Zentren der Welt. Nachts ist die Milchstrasse mit bloßem Auge sichtbar – ein unvergessliches Erlebnis.
Die beste Reisezeit für Wandern ist von Oktober bis Mai – im Sommer kann es sehr windig und kalt sein.
Im Frühjahr (Mai–Juni) blühen hier seltene Pflanzen wie der gigantische Natternkopf. Die Vegetation wechselt von Kiefernwäldern zu alpinen Heiden und kargen Felsflächen. Der Gipfelbereich ist Teil eines geschützten Naturschutzgebiets – Abseits der Wege verboten. Wanderer sollten wetterfeste Kleidung, Wasser und Proviant mitbringen.
Der Busverkehr ist sehr begrenzt – ein Mietwagen oder Taxi ist empfehlenswert. Einige Anbieter bieten Transfers von Santa Cruz oder Los Cancajos an. Die Wanderung vom Mirador de los Andenes zum Roque de los Muchachos ist ca. 6,5 km lang. Sie hat einen Höhenunterschied von ca. 130 m im Aufstieg und 400 m im Abstieg. Der Rückweg kann per Taxi organisiert werden. Der Espigón del Roque ist ein kurzer Abstecher (ca. 1,2 km hin und zurück) vom Gipfelparkplatz. Er ist ideal für Besucher mit wenig Zeit. Die Aussichtsplattform ist gesichert und bietet spektakuläre Tiefblicke. Der Roque de los Muchachos ist auch Ausgangspunkt für die Ruta de los Volcanes. Die Gipfelkette ist Teil einer alten Caldera-Randformation. Der Roque Huso und der Roque Idafe sind weitere markante Felsen im Kraterinneren. Die Caldera selbst ist nur zu Fuss erreichbar – keine Autos erlaubt.
Der Roque de los Muchachos bleibt ein Symbol für die wilde, ursprüngliche Schönheit La Palmas.