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São Miguel

Ländlicher Westen

Das Sete Cidades-Massiv

Geprägt durch den gigantischen Einsturzkrater mit dem grünen und blauen See sowie die dramatische Westküste (Mosteiros).

Der ländliche Westen von São Miguel wird vom monumentalen Sete Cidades-Massiv dominiert, das geologisch den jüngsten der drei grossen Stratovulkane der Insel darstellt. Das markanteste Merkmal dieser Region ist eine gigantische, kreisrunde Einsturzkrater-Caldera mit einem beeindruckenden Durchmesser von etwa 5 km. Diese Caldera entstand vor rund 22.000 Jahren durch den Einsturz des Vulkangipfels und wurde durch spätere Ausbrüche im Inneren weiter geformt.

Auf dem Kraterboden liegen die berühmten Zwillingsseen Lagoa Azul und Lagoa Verde, die durch eine schmale Brücke voneinander getrennt sind. Die unterschiedlichen Farben der Seen entstehen durch die unterschiedliche Tiefe, die Algenkonzentration und die Spiegelung der umliegenden Landschaft. Die inneren Kraterwände sind extrem steil, hunderte Meter hoch und fast vollständig von üppiger, tiefgrüner Vegetation und Hortensienbändern bewachsen. Ausserhalb des Kraters flachen die Hänge sanft ab und fallen in dramatischen, dunklen Basaltklippen direkt in den Atlantischen Ozean.

Die Westküste ist durch vulkanische Aktivität im Meer geprägt, was sich in vorgelagerten Felsnadeln und Thermalquellen im Ozean zeigt. Das Mikroklima im Westen ist oft wechselhaft, sodass Nebelschwaden, die mystisch in den Krater wabern, hier zum typischen Landschaftsbild gehören. Die Region ist trotz ihrer Bekanntheit dünn besiedelt und hat sich ihren tief ländlichen, friedlichen Charakter mit weiten Weideflächen bewahrt.

Der Ländliche Westen (Region 1) als runde Kraterform bis zur Küste, im Uhrzeigersinn

Die Westküste ist durch vulkanische Aktivität im Meer geprägt, was sich in vorgelagerten Felsnadeln und Thermalquellen im Ozean zeigt. Das Mikroklima im Westen ist oft wechselhaft, sodass Nebelschwaden, die mystisch in den Krater wabern, hier zum typischen Landschaftsbild gehören. Die Region ist trotz ihrer Bekanntheit dünn besiedelt und hat sich ihren tief ländlichen, friedlichen Charakter mit weiten Weideflächen bewahrt.

Aufteilung in die 5 Regionen
3 jeweils runde Bereiche, West (Sete Cidades), Ost (Nordeste) und Mitte (Lagoa Fogo) mit den Vulkankomplexen. Dazwischen die Ebene Halbwest (Ponta Delgada) und Halbost (Lagoa Furnas).

Der Sete Cidades-Komplex im Westen von São Miguel ist einer der aktivsten und bekanntesten Vulkane der Azoren. Berühmt ist er für seine gigantische, 5 km breite Caldera und die darin liegenden, sagenumwobenen Zwillingsseen mit ihren kontrastierenden Farben (Grün und Blau).

Details zur Erkundung des Massivs:

  • Lage: Äusserster Westen der Insel São Miguel, 30 Autominuten von Ponta Delgada entfernt.
  • Aussichtspunkte: Der weltberühmte Miradouro da Boca do Inferno bietet den ikonischen Postkartenblick über die gesamte Seenlandschaft, gefolgt vom direkt an der Strasse gelegenen Miradouro do Vista do Rei. [1]
  • Wandern: Die Serra Devassa Rundwanderung (4,9 km) führt vorbei an vielen kleinen, versteckten Kraterseen. Alternativ kann man den Kraterrand komplett auf der Vista do Rei-Schleife umwandern.
  • Umgebung: Im Vulkankrater liegt das idyllische Dorf Sete Cidades. Am westlichen Fuss des Massivs, direkt am Ozean, befinden sich die heissen Meeresquellen von Pontas da Ferraria und das Fischerdorf Mosteiros mit seinen markanten Felsen im Meer.
  • Hinweis: Um die Farben der Seen optimal zu sehen, ist sonniges Wetter nötig. Bei dichtem Nebel (der hier häufig vorkommt) sieht man oft gar nichts. Am Kraterrand steht zudem die Ruine des verlassenen 80er-Jahre-Luxushotels Monte Palace, das heute ein beliebtes Lost-Place-Fotomotiv ist (das Betreten ist offiziell verboten).

Charakteristische Punkte von «Ländlicher Westen», der Region 1.

Charakteren reg1

Sehenswürdigkeiten von «Ländlicher Westen», der Region 1

Sete Cidades (Dorf, innerhalb Caldeira) reg1a
Sete Cidades (auf oder ausserhalb Caldeira) reg1b
Mosteiros reg1c
Feteiras reg1d
Ponta Ferraria reg1e

Die unbestrittene Hauptattraktion ist der Aussichtspunkt Vista do Rei, der einen weltberühmten Postkartenblick auf die beiden Kraterseen und das darin liegende Dorf Sete Cidades bietet. Ein weiteres landschaftliches Highlight ist der Miradouro da Boca do Inferno, von dem aus man auf ein ganzes Ensemble aus Kratern und Seen blickt.

Direkt an der Westküste zieht das Fischerdorf Mosteiros Besucher an, um den Sonnenuntergang hinter den markanten, im Meer stehenden Vulkanfelsen zu beobachten. Ein absolut einzigartiges Erlebnis ist das Baden im heissen Thermalmeerwasser der Bucht von Pontas da Ferraria, die von einer kargen Lava-Landschaft umgeben ist.

Die Anreise aus der Hauptstadt Ponta Delgada ist unkompliziert und führt über die gut ausgebaute Hauptstrasse EN1-1A im Süden oder die EN9-3A im Norden in etwa 30 min zum Kraterrand. Autofahrer können entweder direkt auf den Kraterboden in das idyllische Dorf Sete Cidades hinabfahren oder der Kammstrasse entlang des Kraterrandes folgen. Ein Mietwagen bietet auch hier die maximale Flexibilität, um die verstreuten Aussichtspunkte und Küstenorte flexibel miteinander zu verbinden.

Für Aktivurlauber führt ein gut ausgeschilderter Wanderweg einmal komplett um den Kraterrand herum, was spektakuläre Panoramablicke in alle Himmelsrichtungen garantiert. Wer ohne Auto reist, kann im Sommer auf touristische Busse, geführte Tagestouren oder Taxis zurückgreifen, um die Hauptaussichtspunkte zu erreichen.

Das Wetter im Westen wird durch die Passatwinde und das tiefe Kratermassiv von Sete Cidades bestimmt, das als Wetterscheide wirkt. [1, 2]
  • Mosteiros (Nordwesten): Liegt ungeschützt an der Küste und trifft auf die vollen Nordwest- und Westwinde. Dies sorgt für starke Brandung und feuchtes Küstenwetter.
  • Capelas (Norden): Bekommt die feuchten Nord- und Nordostwinde ab. Diese stauen sich oft an den Hängen von Sete Cidades, was zu häufiger Wolkenbildung führt.
  • Feteiras (Süden): Liegt im Windschatten des Kraterrandes. Der Ort profitiert von milderen, trockeneren Bedingungen, da sich die Wolken meist über Sete Cidades abregnen