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Menorca

Trepucó

Talaiotisches Dorf, 2 km südlich von Mahón

Die Siedlung Trepucó ist eine der grössten der Insel und erstreckt sich über eine Fläche von 5’000 m². Heute ist nur noch in kleiner Teil der Gebäude erhalten: Die zwei Talaiots, welche die ältesten Bauwerke sind (1000 – 700 v. Chr.), und der Rest, einige Teilstücke der Mauer, zwei quadratische Türme in der Westmauer, der Taula-Bereich und Überreste von einigen Wohnbauten aus der post-talayotischen Epoche (650 – 123 v. Chr.).

Der Taula-Bereich ist einer der monumentalsten der Insel, obschon hier Veränderungen vorgenommen wurden, die nach heutigem Wissensstand wenig geglückt sind. Es handelt sich um eine der um 1930 von Margaret Murray ausgegrabenen Stätten. Die Archäologin leistete Pionierarbeit in der wissenschaftlichen Erforschung der Urgeschichte Menorcas. Die Häuser im westlichen Teil der Siedlung sind dank der Ausgrabungen, die vor einigen Jahren vorgenommen wurden, deutlich zu sehen. Es handelt sich um mehrfach unterteilte Wohnbauten mit einem zentralen Innenhof und verschiedenen, darum herum angeordneten Räumen. In der Siedlung unterscheidet man folglich eine Gemeinschaftszone (zwischen dem grossen Talaiot und der Taula) und eine Zone mit häuslichen Bereichen. Da die Häuser neben dem kleinen Talaiot plötzlich verlassen worden waren, kamen bei der archäologischen Ausgrabung wunderbar erhaltene Gegenstände des täglichen Gebrauchs zum Vorschein, die im Museum von Menorca ausgestellt sind.

Der grössere Talaiot und die Taula stehen mitten in einer Festung mit sternförmigem Grundriss, die im 18. Jahrhundert gebaut wurde.

Trepucó liegt etwa 2 km südlich des Stadtzentrums der Inselhauptstadt Maó. Von dort kommend ist die Ausgrabungsstätte vom Kreisverkehr am Friedhof aus über den Camí de Trepucó und, rechts abbiegend, den Camí de Verd zu erreichen. Auch von Süden über die ME-8 von Sant Lluís Richtung Maó oder von Osten aus Es Castell anfahrend ist der Weg gut ausgeschildert. Besuchern steht ein Parkplatz zur Verfügung.

Die talayotische Kultur (1200 bis 123 v. Chr.) prägt Menorcas Landschaft

mit über 1’500 prähistorischen Monumenten. Die bemerkenswertesten Siedlungen und Bauten – darunter Siedlungen, Turmbauten (Talayots) und T-förmige Kultstätten (Taulas) – wurden von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Die wichtigsten und am besten erhaltenen Stätten im Detail:

  • Torre d’en Galmés: Die grösste Siedlung der Insel (60’000 m²) liegt im Süden Menorcas. Sie bietet die besterhaltenen Rundhäuser der Balearen, drei grosse Talayots und ein eigenes Interpretationszentrum. [1, 2, 3, 4]
  • Trepucó: Befindet sich in der Nähe von Mahón. Diese Stätte beherbergt einen der grössten Talayots und die höchste erhaltene Taula (fast 5 m) der Insel. [1]
  • Talatí de Dalt: Liegt ebenfalls zentral nahe der Hauptstrasse nach Mahón. Sie ist für ihr einzigartiges Taula-Heiligtum bekannt, bei dem sich der obere Stein durch einen historischen Zufall an eine Säule lehnt. [1]
  • Torralba d’en Salort: Zwischen Alaior und Mahón gelegen, verfügt sie über eine der am besten erhaltenen Taula-Einfriedungen und einen beeindruckenden grossen Talayot. [1]

Typische prähistorische Bauten
  • Talayots: Massive, meist turmartige Rundbauten, die vermutlich als Wachtürme, Statussymbole oder Versammlungsorte dienten.
  • Taulas: Einzigartige, monumentale, T-förmige Steinkonstruktionen, die das Zentrum ritueller Handlungen und Heiligtümer bildeten.
  • Naveta des Tudons: Nördlich von Ciutadella. Ein herausragendes, schiffsförmiges Kollektivgrab, das älteste intakte Gebäude Europas.

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